Ärztliche Osteopathie

Bei der Osteopathie (griech: osteon = Knochen, pathein = Leiden) handelt es sich um ein ganzheitliches manuelles Behandlungsverfahren, bei dem Funktionsstörungen des Körpers mit gezielten Handgriffen beseitigt oder gelindert werden.

Aufgrund seiner komplexen Leitbahnstrukturen (Nerven-, Blut- und Lymphgefäßnetze), dem umfassenden Bindegewebsnetz einschließlich der Muskulatur (Myofaszien) und der obersten Steuerungszentrale Gehirn ist in unserem Körper jedes Gewebe prinzipiell mit jedem anderen Gewebe – wenn auch über Umwege – verbunden. Dadurch bildet der menschliche Körper mit allem Körperlichen, seinen Gefühlen und dem Seelischen eine funktionelle Einheit. Gesundheit beruht auf der Fähigkeit dieses komplexen Systems, auch bei Störungen in der Balance und damit gesund zu bleiben. Nach Überlastungen, Unfällen, Operationen oder psychischen Traumata können diese Selbstheilungskräfte jedoch überfordert sein, so dass das gesamte System „aus dem Ruder“ läuft. Der Mensch ist dann zwar im klassischen, medizinischen (allopathischen) Sinne organisch gesund; aber dennoch funktionieren seine Systeme nicht optimal. Hier setzt die manuelle/osteopathische Medizin an.

 

Sie kann helfen bei:

1. Chronische Schmerzzustände des Rückens, Nackens, an Armen oder Beinen  

  • Kopfschmerzen bzw. Migräne
  • Folgen von Unfallverletzungen (beispielsweise Schleuderverletzungen der Halswirbelsäule)
  • Kiefergelenkprobleme (CMD)
  • Akute Schmerzzustände wie Lumbago („Hexenschuss“), akuter Schiefhals

 

2. Bei Kindern (z.B. Atlastherapie nach Arlen)

  • Schräglageasymmetrie
  • Rechts-/Links-Störung 
  • Konzentrationsschwächen 
  • ADHS bzw. ADS 
  • Winkelfehlsichtigkeit

 

3. HNO-Bereich

  • Ohrgeräusche (z.B. Tinnitus
  • Trigeminusneuralgie 
  • Schwindelzustände 
  • Dysphonie (Stimmstörungen) 
  • Globusgefühl („Kloß im Hals“)

 

4. Innere Organe

  • Verdauungsprobleme 
  • Inkontinenz  
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Chronische Leiden des vegetativen Nervensystems (z.B. lang anhaltende Nervosität, Schlaflosigkeit)
  • Regel- oder Prostatabeschwerden 

 

Wie wirkt die Osteopathie? 

Mittels osteopathischer Techniken werden in ihrer Beweglichkeit funktionsgestörte Gelenke sowie Gewebe festgestellt und behandelt. So kann das gestörte Zusammenspiel der Gewebe wiederhergestellt werden. Dies führt zur körperlichen und seelischen Entstarrung. Die Anwendung osteopathischer Medizin setzt genaueste Kenntnisse der Anatomie und Physiologie voraus. Ein weiterer wesentlicher Baustein der osteopathischen Behandlung ist das Erkennen von eigenen Ressourcen der Patienten und die Entwicklung von Verhaltensweisen sowie Behandlungsstrategien, mit denen der Patient mittel- und langfristig in der Lage ist, sich selbst zu „behandeln“.